|
An der Küste des äußersten Nordwestens von Sizilien
liegt das kleine Städtchen San Vito Lo Capo, in einer
wunderschönen Bucht gelegen, die im Westen an das
Naturschutzgebiet Zingaro grenzt und im Osten an den Berg
"Cofano". San Vito Lo Capo, Schmuckstück und ganzer
Stolz der Provinz Trapani,
|

|
ist ein reizendes Küstendorf, dessen ganzer Zauber
man auch in den typischen, wirklich malerisch schönen, niedrigen
weißen Häuserreihen bewundern kann, wind- und sonnengeschützt und
umsäumt von bunten Pflanzen, Kletterpflanzen, Bouganville, Hibiskus,
Jasmin sowie von Orangen- und Zitronenbäumen.
Schnell wandert der Geist ans gegenüberliegende Ufer
des Mittelmeers nach Nordafrika, das sich geradezu bis nach Sizilien
zu erstrecken scheint.
Doch ein Blick auf das Meer
lässt tropische Szenarien in der Erinnerung wach werden: Ein zwei
Kilometer langer Sandstrand, mit feinkörnigem weißem Sand erwartet
die begeisterten Urlauber. Dazu schimmert das smaragdgrüne Meer
kristallklar in der Sonne.
Worauf genau der Ursprung von San Vito Lo Capo gründen
soll, ist unklar, verliert sich im Laufe der Jahrhunderte. Erste
Hinweise stammen aus dem Jahre 1400 zur Zeit des Baus der
Pfarrkirche Santuario, die damals als Festung zum Schutz der Pilger
vor Banditen und barbarischen Korsaren errichtet wurde.
|

|
Ebenso faszinierend ist die Capella di Santa Crescenza
- im arabischem Stil erbaut, diente auch sie dem Schutz der
Pilger. Von besonderer historischer und architektonischer
Bedeutung sind die Sichtungstürme Impiso, Torrazzo, Sceri,
Roccazzo, und Isolidda, erbaut im Jahre 1584 zum Schutz der
gesamten Küste.
|
Die Region um San Vito Lo
Capo ist ein reicher Fundus an Schätzen. Der Besucher kann
zahlreiche antike Dörfer, noch aus der Zeit des Mittelalters,
besichtigen sowie wunderschöne Grünflächen mit einer selten üppigen
Vegetation, wie beispielsweise die Naturschutzgebiete Monte Cofano
und Zingaro.
|
Das
Naturreservat Zingaro ist voll von Überraschungen. Gelegen
in einem absolut unberührten Winkel dieser Erde ist der
Artenreichtum der Pflanzenwelt äußerst sehenswert. |

|
 |
Nicht zu vergessen der herrliche Anblick des
kristallklaren smaragdgrünen und völlig unberührten
Meeres, die vielen umliegenden Buchten mit den typischen
Steilhängen der Region, die etlichen vom Aussterben
bedrohte Raubvogelarten Zuflucht und Schutz bieten.
|
Am westlichen Horizont ragt die Inselgruppe Egadi
(Favignana, Levanzo, Marettimo) empor, bekannt für das klare
saubere Wasser bis auf den tiefsten Grund. Im Osten kann man das
mittelalterliche Städtchen Erice bewundern. Es liegt hoch über
dem Meeresspiegel und ist ein kleines Juwel in dieser Ecke
Siziliens; der mittelalterliche Stadtkern ist absolut sehenswert
und reich an Attraktionen. Erice ist von den Elymern als religiöse
Stätte gegründet worden, einem Bergvolk, welches auch Segesta gründete.
So ragen zwischen diesen mittelalterlichen Gebäuden 60 stattliche
Kirchen in die Höhe
Der Tourist hat das Glück, nie weite Wege zurücklegen
zu müssen, um zahlreiche Stätten von historischer, artistischer
und kultureller Bedeutung bewundern zu können, die zu den schönsten
des Mittelmeers gehören: Segesta und Agricento, das Theater und
der dorische Tempel dort vor Ort; Erice, mittelalterliches Städtchen
von phönizisch-punischen Stadtmauern umgeben; Trapani, mit den
Meerwassersalinen und der Festung "Schloss am Meer"
(Castello a Mare) und gegenüber vom Hafen die Inselgruppe Egadi;
Selinunte, archäologische Ausgrabungsstätte; Marsala und Mothya,
die phönizisch-karthagische Insel-Stadt, die sich im Mare dello
Stagnone, einer sehr flachen Lagune, spiegelt; und nicht zuletzt
Palermo, eine Stadt mit unzähligen Kunst- und Kulturschätzen und
einer abwechslungsreichen Geschichte.
|